Die Traumatisierung der Nachkommen: Psychosoziale Spätfolgen der Shoah

Die Traumatisierung der Nachkommen: Psychosoziale Spätfolgen der Shoah – Vortrag und Diskussion mit dem Psychoanalytiker Kurt Grünberg (Frankfurt)

Freitag, 18. Januar 2013, 20 Uhr
Holbornsches Haus, Rote Straße 34, Göttingen

Fast 70 Jahre nach der Befreiung Europas von der nationalsozialistischen Terror­herrschaft wollen viele Deutsche den National­sozialismus zu den Akten legen. Durch das Sterben der letzten Zeitzeuginnen und Zeitzeugen fühlen sie sich darin bestärkt, die Shoah zur fernen Ver­gangen­heit zu erklären. Doch für die Nachkommen der Menschen, die von den Nazis entrechtet, verfolgt und ermordet wurden, ist sie das nicht. Der Vortrag zeigt, wie in Familien von Shoah-Überlebenden in Deutschland das extreme Trauma der Opfer an die nach­folgen­den Generationen weitergegeben wird. Mit dem Konzept des szenischen Erinnerns wird Kurt Grünberg vom Sigmund-Freud-Institut in Frankfurt die Auswirkungen der Shoah auf Überlebende und deren Nachkommen anhand einer Fallvorstellung deutlich machen.

Eine Veranstaltung der OLAfA (Offene Linke – Alles für Alle) im Rahmen des „Bündnis zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus – 27. Januar“